Latexfarbe und Elefantenhaut

7. Juni 2022

Von Zeit zu Zeit werden in jeder Wohnung oder in jedem Haus eine Renovierung fällig. Sei es, weil die Farbe abgesplittert ist, sich die Tapete löst oder einfach etwas Neues hermuss. Für die Farbe an sich gibt es bereits ein vielfältiges Angebot auf dem Markt, für jeden Geschmack ist dabei das Richtige dabei. Was dabei allerdings beachtet werden muss, dass viele Räume eine Schutzfarbe benötigen. Diese Schutzfarbe wird in Räumen eingesetzt, die besonders stark beansprucht werden. Und genau hier kommen die Latexfarbe und die Elefantenhaut ins Spiel. Wo die Unterschiede bestehen, welche Vor- und Nachteile damit verbunden sind, soll in diesem Artikel ausführlicher dargestellt werden.

Das Wichtigste in Kürze: Latexfarbe und Elefantenhaut

Latexfarbe:

  • atmungsaktiv und äußerst widerstandsfähig
  • wasserabweisend
  • verhindert Schimmelbildung
  • geringe Deckkraft
  • schwer zu entfernen

Elefantenhaut:

  • leicht aufzutragen
  • wasserabweisend, eignet sich in Bereichen starker Verschmutzungen
  • nicht atmungsaktiv, fördert Schimmelbildung
  • schwer zu entfernen

Die Latexfarbe

Die Latexfarbe erhält ihren Namen von dem Bindemittel Latex, welches vor allem früher in den Farben enthalten war. Heute ist diese Variation in den Shops und Märkten kaum noch verfügbar. Die ursprüngliche Latexfarbe sind heute Dispersionsfarben, welche fein verteilte Partikel in der Flüssigkeit enthalten. Als Bindemittel wird heute Kunstharz eingesetzt, welcher günstiger ist. Aus diesem Grund ist das klassische Latex in der Farbe nicht mehr enthalten. Die Eigenschaften aber entfalten sich trotzdem durch das Kunststoffbindemittel in optimaler Weise. Bei den Latexfarben sind alle erdenklichen Variationen auf dem Markt verfügbar. Die Sorten reichen von sehr matt bis hochglänzend, sodass für jeden Geschmack die richtige Farbe dabei ist. Die Latexfarbe ist eine der am häufigsten verwendeten Innenfarben aufgrund ihrer zahlreichen Eigenschaften, die sich immer wieder bewährt haben.
Zu den besonderen Eigenschaften zählen beispielsweise ihre Widerstandsfähigkeit. Zudem erweist sie sich als abriebfest und ist wasserabweisend. Aufgrund dieser Eigenschaften kann sie problemlos in Bereichen wie der Küche, dem Flur, dem Badezimmer oder im Treppenhaus eingesetzt werden. Trotz dieser Beanspruchung, die diese Räume ausgesetzt sind, erweist sich die Farbe als diffusionsfähig. Ein angenehmes Raumklima wird trotzdem in diesen Bereichen sichergestellt. Neben den verschiedensten Nuancen, wodurch der eigene Wunschton hergestellt werden kann, passt sie sich ideal an jeden Untergrund an. Ob Beton, Putz oder Tapeten oder Gips – Latexfarben eignen sich für sämtliche Materialien.

Die Vorteile der Latexfarbe auf einen Blick

Verbraucher profitieren beim Kauf der Latexfarbe von zahlreichen Vorteilen:
Latexfarbe erweist sich als sehr strapazierfähig, elastisch, wasserabweisend und abriebfest. Aufgrund dieser Eigenschaften eignet sich die Latexfarbe optimal auf stark beanspruchten Flächen und Deckenwänden. Besonders in der Küche, im Flur, im Bad oder im Treppenhaus sind Wände besonderen Herausforderungen ausgesetzt. Hier kann die Latexfarbe wahre Dienste leisten.

Viele Verbraucher greifen in Küchen oder im Badezimmer, aber auch im Waschraum auf Fliesen zurück. Der Grund dahinter sind Fettspritzer und der Wasserdampf, durch den die Oberflächen Schaden nehmen könnten. Aber selbst der Wasserdampf stellt für die Latexfarbe keine Herausforderung dar. Trotz dieser Umstände bleiben die Wände luftdurchlässig und das Raumklima kann sich optimal entfalten. Gleichzeitig wird dadurch der Schimmelbildung vorgebeugt und keinen Raum gegeben.
Wie oben bereits erwähnt, lässt sich die Latexfarbe auf Wände auftragen, die besonders beansprucht werden. Dazu zählen Waschräume, Treppenhäuser, Flure und Diele, sowie Waschräume, Küchen und Badezimmer.
Ein weiterer Vorteil ist, dass die Latexfarbe sehr dünn auf die Unterfläche aufgetragen werden kann. Diese Tatsache liefert besondere Vorteile, vor allem bei Strukturtapete, Rauputz und der Raufasertapete. Durch das Auftragen der Latexfarbe können die Tapeten, die darunter angebracht worden sind, besser erkannt werden.
Schlussendlich kann die Latexfarbe ohne Weiteres überstrichen werden

Die Nachteile der Latexfarbe

Entscheiden sich Verbraucher für die Latexfarbe, sollten natürlich auch die Nachteile bedacht werden:
Die Deckung ist im Vergleich zu klassischen Wandfarben reduziert. Soll eine möglichst hohe Deckung erreicht werden, sollten Verbraucher auf hochwertige Latexfarben zurückgreifen.
Der wesentliche Nachteil ist, dass die Wandfarbe nicht mit einer klassischen Dispersionsfarbe überstrichen werden kann. Besonders ausgeprägt ist diese bei einem hohen Glanzgrad. Entscheiden sich Verbraucher für eine Latexfarbe, die hochglänzend ist, muss diese vor dem erneuten Überstreichen mit einem Schleifpapier behandelt werden.

Der Wasserdampf beeinflusst die Latexfarbe

Latexfarbe lässt immer einen Glanz erkennen. Verbraucher erhalten die Latexfarbe in den unterschiedlichsten Ausführungen – von matt bis hochglänzend ist alles dabei. Aber selbst wenn sich Verbraucher für eine matte Ausführung entscheiden, zeigt die Wandfarbe einen Glanz.
Bei einigen Produkten ist noch Formaldehyd enthalten, welches sich gesundheitsschädlich auswirken kann. Gerade, wenn es sich um ältere Farben handelt, sollten Verbraucher dies beachten.
Gerade die Qualität sollte vor dem Kauf berücksichtigt werden, denn die Deckkraft unterscheidet sich je nach Qualität erheblich.
Spielen Verbraucher mit dem Gedanken sich eine Latexfarbe zuzulegen, sollte im Fall einer Mietwohnung unbedingt der Vermieter darüber informiert werden. Das gilt besonders dann, wenn eine hochglänzende Farbe besorgt werden soll, denn diese lässt sich in den meisten Fällen nicht vollständig von der Wand wieder entfernen.

Elefantenhaut

Bei der Elefantenhaut handelt es sich um einen flüssigen Tapeten- und Wandschutz. Die Basis der Elefantenhaut ist Wasser und eignet sich optimal für Zimmerwände, die einer starken Beanspruchung ausgesetzt sind oder wo reinigungsintensive Flächen vorhanden sind. Im Normalfall sind Tapeten nicht wasserabweisend. Die Elefantenhaut fungiert als Tapetenschutz, wodurch bereits vorhandene Tapeten optimal versiegelt werden können. Nach dem Streichvorgang wird diese auf die Wand aufgetragen.

Vorteile Elefantenhaut

Auch die Elefantenhaut hat vielfältige Vorteile, die nicht zu vernachlässigen sind. Es handelt sich dabei um eine sehr haltbare und widerstandsfähige Farbe, an der die Verbraucher noch jahrelang ihre Freude haben werden. Auch nach vielen Jahren blättert die Farbe nicht ab. Es handelt sich demnach um eine einmalige Investition, die sich lange hält.
Die Elefantenhaut hat eine besondere Beschaffenheit, aufgrund dieser ist es möglich sie leicht auf die Wand aufzutragen. Hinzu kommt, dass die Deckung gewährleistet wird, denn bei der Verwendung werden nur wenige Anstriche notwendig sein, um eine gute Deckung auf den Wänden sicherzustellen.
Eine Grundierung, wie das bei vielen anderen Produkten der Fall ist, muss nicht erfolgen. Es kann damit unmittelbar mit dem Anstrich begonnen werden, es sind weniger Arbeitsschritte erforderlich, damit der Schutz seine Wirkung entfalten kann. Damit wird nicht nur Zeit eingespart, sondern auch die Investitionen halten sich in Grenzen.
Nur wenige Schritte sind erforderlich, damit Verbraucher zu ihrem Ziel kommen. Aus diesem Grund trocknet die Farbe auch schneller und andere Projekte können zügiger in Angriff genommen werden.
Durch die Elefantenhaut werden Tapeten wasserabweisend.
Wird die Elefantenhaut auf die Tapete aufgetragen, erweist sich die Wand als wasserabweisend. Das ist besonders in Räumen wie dem Kinderzimmer oder dem Hobbyraum vorteilhaft. Denn gerade in diesen Räumen können schnell Verunreinigungen entstehen, die normalerweise nicht so einfach wieder abgewischt werden können. Ohne einen entsprechenden Schutz ist eine neue Tapete erforderlich – eine Vorgehensweise, die wieder mit einer erhöhten Zeit- und Geldinvestition einhergeht. Verbraucher können sich diese Unannehmlichkeiten ersparen, wenn Präventionsmaßnahmen ergriffen werden. Auch in der Küche kann sich eine Elefantenhaut als vorteilhaft erweisen, da gerade in der Nähe der Kochfläche leicht Spritzer an die Wand gelangen. Damit die Verunreinigungen später wieder entfernt werden können, sollte ein entsprechender Schutz angebracht werden.

Nachteile der Elefantenhaut

Die Elefantenhaut ist nicht atmungsaktiv, wodurch die Luftfeuchtigkeit in den jeweiligen Räumen leidet. Das bedeutet, dass die Schimmelbildung gefördert wird. Aus diesem Grund sollte die Elefantenhaut nur in Räumen bzw. in Bereichen angebracht werden, wo eine große Notwendigkeit besteht. Verbraucher sollten sich vorab überlegen, wo die Elefantenhaut elementar wichtig ist. Im Nachgang die Elefantenhaut wieder zu entfernen, kann ein schwieriges Unternehmen sein. In den meisten Fällen reicht es hier nicht, diese einfach wieder zu überstreichen. In den meisten Fällen ist eine Mischung aus warmem Wasser, Spülmittel und verdünnter Essig notwendig. Dieses Gemisch wird auf die Elefantenhaut aufgetragen und kann hinterher abgewischt werden. Im Anschluss kann der Bereich erneut überstrichen werden. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass die Wand überstrichen wird, sofern sie noch feucht ist.

Wie wird die Elefantenhaut aufgetragen?

Bevor die Elefantenhaut auf die Tapete aufgetragen werden kann, muss auf Sauberkeit geachtet werden. Es dürfen keinerlei Schmutzteile vorhanden sein, die Tapete sollte sauber und trocken sein. Fettrückstände dürfen ebenfalls nicht vorhanden sein. Der Tapetenschutz wird anschließend zunächst mit Wasser verdünnt. Die Kombination zwischen Wasser und Tapetenschutz wirkt sich auf den Glanzeffekt aus. Je nachdem, ob Verbraucher einen höheren Glanzeffekt erzielen möchten, sollten sie zu mehr oder weniger Wasser greifen. Auch durch mehrmaliges Überstreichen kann ein erhöhter Glanzeffekt erzielt werden. Ist die Mischung fertiggestellt, kann mit dem Anstrich begonnen werden. Allerdings sollte diese Mischung nicht zu dick auf die Oberfläche aufgetragen werden, da es ansonsten zu einem milchigen Effekt kommen kann.

Die Unterschiede zwischen beiden Varianten

Wie bereits oben erläutert wird, eignet sich die Elefantenhaut, um einer darunter liegenden Tapete einen besonderen Schutz zu verpassen. Dieser Schutz sollte in Räumen angebracht werden, die besonderen Verunreinigungen ausgesetzt sind. Dazu zählen beispielsweise Kinderzimmer, Hobbyräume und auch die Küche. Da die Elefantenhaut nicht atmungsaktiv ist und die Schimmelbildung begünstigt, sollte diese nur mit Bedacht eingesetzt werden und nur in Bereichen, wo es absolut notwendig ist. Zusätzlich sollten Verbraucher in diesen Zimmern auf eine regelmäßige Lüftung der Räume achten.

Die Latexfarbe hingegen wird ohne Tapete aufgetragen und hat zahlreiche Eigenschaften, die vorteilhaft sind. Auch sie ist wasserabweisend, aber auch atmungsaktiv. Das bedeutet: Der Schimmelbildung wird vorgebeugt und das Raumklima nicht beeinträchtigt. Allerdings lässt sich diese nicht rückstandslos entfernen, muss teilweise abgeschliffen werden und zeigt immer einen Glanzeffekt.

Fazit

Einige Räume und Zimmer sind besonderen Herausforderungen ausgesetzt. So spielt im Badezimmer und der Küche der Wasserdampf eine wichtige Rolle, während in anderen Zimmern die Verschmutzungen besonders vorherrschen. Die Elefantenhaut wird auf die Tapete aufgetragen und sorgt damit für die Wasserabweisung. Verschmutzungen haben damit keine Chance. Die Latexfarbe hingegen wird auf die Wand aufgetragen und eignet sich besonders für Räume, wo viel Wasserdampf herrscht. Auch sie ist wasserabweisend, ist äußerst strapazierfähig, elastisch und atmungsaktiv.

 

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