Pflastersteine reinigen und versiegeln

6. Juni 2022

Für viele Gartenliebhaber beginnt jetzt die beste Zeit des Jahres. Es zieht die Menschen nach draußen. Pünktlich zur wärmeren Jahreszeit sollen Haus und Garten in neuem Glanz erstrahlen. Doch bevor das erste Grillfest geplant werden kann, müssen noch die letzten Spuren des Winters beseitigt werden.

Zu den zahlreichen Arbeiten, die man jetzt rund um Haus und Garten erledigen kann, zählt auch das Reinigen und anschließende Versiegeln der Pflastersteine. Saubere Pflastersteine fallen dem Betrachter sofort auf und verleihen dem Garten oder der Hauseinfahrt das gewisse Etwas. Je nach Beschaffenheit der Steine, gibt es bei der Reinigung einiges zu beachten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Gewöhnlich wird zwischen Beton- und Natursteinen unterschieden.
  • Mit einem Hochdruckreiniger lassen sich Pflastersteine aus robustem Material schnell und wirksam reinigen.
  • Naturstein ist anspruchsvoller in der Reinigung, hier sollte man äußerst vorsichtig vorgehen.
  • Die Reinigung sollte so umweltfreundlich wie möglich erfolgen und die lokalen Abwasservorschriften sind zu beachten.
  • Die anschließende Versiegelung bewirkt, dass die Oberfläche des Steines komplett abgedichtet wird.

Die Reinigung mit dem Hochdruckreiniger

Die Vorzüge eines Hochdruckreinigers liegen klar auf der Hand: Durch den hohen Wasserdruck lassen sich auch hartnäckige Verschmutzungen restlos entfernen. Außerdem erfolgt die Reinigung schnell und unkompliziert. Besonders für größere Flächen lohnt sich der Einsatz eines Hochdruckreinigers. Zur Bedienung des Gerätes muss nicht viel Kraft aufgebracht werden.

Aber nicht jeder Pflasterstein kann einfach so mit dem Hochdruckreiniger behandelt werden. Hier spielt die Beschaffenheit der Steine eine große Rolle. Will man die besondere Optik von Natursteinen beibehalten, muss umsichtig gereinigt werden.

Die Reinigung von Betonsteinen

Der allgegenwärtige Betonstein lässt sich gut mit einem Flächenreiniger säubern. Zu Beginn sollte man vorsichtig vorgehen und den Reiniger an einer unauffälligen Stelle und mit niedrigem Wasserdruck testen. Nach und nach kann der Wasserdruck schließlich gesteigert werden.

Auf säurehaltige Reinigungsmittel sollte bei Betonsteinen verzichtet werden. Die Säure könnte sonst den kalksteinhaltigen Beton beschädigen.

Natursteine fachgerecht reinigen

Zu den Natursteinen zählen Pflastersteine aus Granit, Marmor, Sandstein und Basalt. Diese Steine sind mittlerweile besonders beliebt geworden, denn sie strahlen eine gewisse Eleganz aus und verleihen jedem Garten und jedem Platz ein besonderes Flair.

Ihre Reinigung ist meist anspruchsvoller, denn die schöne Optik dieser Pflastersteine soll nicht durch eine unsachgemäße Reinigung verloren gehen. Grundsätzlich gilt: Es sollten keine Säuren oder Tenside zum Einsatz kommen. Diese können große Schäden verursachen. PH-neutrale Reinigungsmittel dagegen sind die richtige Wahl.

Bei weichen Steinen sollte man auf schweres Gerät verzichten. Am besten benutzt man warmes Wasser und eine weiche Bürste, um Verschmutzungen auf dem Stein restlos zu beseitigen.

Hartstein wie beispielsweise Granit kann wiederum vorsichtig mit dem Hochdruckreiniger behandelt werden. Der Wasserdruck kann in diesem Fall den stabilen Stein nicht beschädigen.

Pflastersteine mit Hausmittel reinigen

Wer auf handelsübliche Reinigungsmittel bewusst verzichten möchte, kann Pflastersteine auch mit Soda reinigen. Hierzu vermischt man 10 Liter heißes Wasser mit 100 Gramm Soda. Das Gemisch wird mit einer Bürste auf die Pflastersteine aufgebracht. Anschließend lässt man es fünf bis sechs Stunden einwirken. Zum Schluss werden die Steine einfach mit klarem Wasser abgespült.

Soda ist für gewöhnlich in jedem Drogeriemarkt erhältlich. Auch hier gilt: Das alkalische Mittel eignet sich nur für Betonsteine, sollte jedoch nicht zum Reinigen von Natursteinen verwendet werden. Außerdem sollte während der Arbeit Schutzkleidung (Arbeitshandschuhe, Schutzbrille) getragen werden.

Essig hingegen sollte man zur Reinigung von Pflastersteinen nicht in Betracht ziehen. Die Essigsäure kann Fugen zerstören und obendrein Schäden auf kalkhaltigen Steinen verursachen. Daneben reizt die Säure auch Atemwege und bei unsachgemäßer Anwendung besteht Verätzungsgefahr.

Gesetzliche Vorschriften beachten

Bei der Reinigung von Pflastersteinen dürfen gesetzliche Vorschriften nicht außer Acht gelassen werden. Abwasser, welches mit Chemikalien, Säuren oder anderen schädlichen Stoffen angereichert ist, darf keinesfalls in die Kanalisation oder das Grundwasser gelangen.

In Deutschland ist die Entsorgung von schmutzigem Wasser gesetzlich geregelt. Die Vorschriften sind je nach Region unterschiedlich. Deshalb sollte man sich unbedingt vor der Reinigung der Pflastersteine eingehend über die geltenden Regelungen informieren, denn bei einem Verstoß können Bußgelder verlangt werden.

Pflastersteine richtig versiegeln

Durch die Versiegelung wird die gesamte Oberfläche des Steines komplett abgedichtet. Das macht es praktisch unmöglich, dass sich Schmutz dauerhaft auf den Steinen festsetzt. Ist eine Fläche versiegelt, erleichtert dies die regelmäßige Reinigung, doch die Oberfläche wird dadurch auch rutschiger.

Ein weiterer Vorteil der Versiegelung besteht darin, dass die Steine dadurch frostfester werden. Durch die Schutzschicht kann kein Wasser mehr eindringen.

Optisch erkennt man eine Versiegelung an der glänzenden Oberfläche der Pflastersteine.

Beim Versiegeln sollte man auf handelsübliche Mittel vertrauen. Es gibt spezielle Mittel für Beton- und Natursteine. In den letzten Jahren wurden Produkte mit „Nanoeffekt“ zum regelrechten Kassenschlager. Dieser Effekt lässt Feuchtigkeit und Schmutz einfach abperlen, sodass die damit behandelte Oberfläche sehr lange sauber bleibt und mühsames Reinigen praktisch entfällt.

Versiegeln lohnt sich besonders bei offenporigen Natursteinen. Zum Auftragen der Versiegelung benutzt man am besten eine Farbrolle. Die Oberfläche muss zwingend sauber und trocken sein.

Reinigt und versiegelt man Pflastersteine richtig, wird man sich lange an ihnen erfreuen können.

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